So wie man Menschen generell in arm und reich, männlich und weiblich, jung und alt oder schön und hässlich einteilen kann, gibt es auch eine Unterscheidung nach Stadtmenschen und Landmenschen.
Die einen finden zwar einen Urlaub auf dem Lande recht erquicklich, könnten sich aber nie im Leben vorstellen, auf einem Stück Erde zu leben, in dem mehr Bäume als Menschen oder Häuser zu finden sind und weit und breit kein Club, kein Theater, keine Shoppingmeile oder Fitnesscenter und man am Abend bei geöffnetem Fenster nichts weiter vernimmt als das leise Rauschen der Blätter. Langeweile ist hier sozusagen vorprogrammiert.
Um Gottes willen, sagen die Landleute, in dem Lärm und dem Chaos hält man es keinen Tag lang aus! Wenn sie pflastermüde vom monatlichen Einkaufsbummel aus der Großstadt in ihre ländliche Ruhe zurückkehren, genießen sie umso intensiver die frische Luft und den weiten Blick.
Laut Umfragen gibt es jedoch weniger Menschen, die sich nur für das Land oder nur für die Stadt entscheiden würden. Der größte Teil bevorzugt ein städtisches Wohnen in der Natur bzw. ein natürliches Wohnen in der Stadt. Wo man sozusagen von beiden die Vorteile genießen kann. Einmal: eine ruhige Umgebung, Aussicht ins Grüne, frische Luft und zum anderen: kurze Wege zur Arbeit bzw. zur Schule, viele Freizeitangebote und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten.
Diese Art des Wohnens findet man am besten in kleineren Städten, aber auch in Großstädten, die vor allem auf ökologisches, gesundes und natürliches Wohnen ausgerichtet sind. Noch begehrter sind die ruhigen Vororte der Großstädte, wo man ebenso schnell im Stadtzentrum ist wie in der Natur. Besonders geschätzt werden Ein- oder kleine Mehrfamilienhäuser mit einem schönen Garten drum herum. Vornehme Vororte gibt es deshalb in jeder Großstadt, in denen die Kauf-und Mietpreise oftmals noch höher sind als im Stadtzentrum. Doch kann man hier ebenso ökonomisch haushalten durch alternative Energieversorgung und den Einsatz von Energiesparlampen.