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21. Januar 2013

Als Oma und Opa sich das Ja-Wort gaben

Kategorie: nebenbei bemerkt – Angelo – 10:45 Uhr

Damals, als meine Großeltern geheiratet haben, hatte das noch etwas mit Liebe zu tun, aber jetzt scheint eine Ehe nicht mehr lange zu halten. Meine Eltern sind dafür ein Beispiel und mir ist es ja auch nicht anders ergangen. Ich heiße Malte und bin einer Heiratsschwindlerin aufgesessen, im Internet!
Bei meinen Großeltern, die heute immer noch glücklich zusammen leben und bald Goldene Hochzeit feiern werden, hat man sich auch nicht im Internet kennengelernt. Man traf sich damals noch zum Tanz. Alle Unverheirateten haben sich in einem Dorf getroffen, von 18 bis 22 Uhr. Das waren noch Zeiten. Heutzutage geht doch keine Party vor 23 Uhr los. Da wünsche ich mir insgeheim sehr, einmal die Zeiger der Uhr zurückzudrehen. Obwohl, auf meinen geliebten Computer verzichten?? Nee, doch nicht! Dann könnte ich mir in den Foren und Blogs nicht den Frust von der Seele schreiben. Es erging einigen Männern und Frauen so wie mir. Sie waren so naiv wie ich, das ist tröstlich. Mit einigen verstehe ich mich so gut, dass wir uns demnächst persönlich Kennenlernen wollen.
Aber zurück zu den Großeltern: Oma und Opa wohnten im benachbarten Dorf und lernten sich bei gepflegten Big-Band-Tönen kennen. Sie arbeiteten in einer großen Fabrik und sind lange zusammen ausgegangen, ins Kino oder zum Tanz, bevor an einen Kuss zu denken war! Opa hielt auch ganz anständig bei Omas Vater um ihre Hand an und wartete auf die Erlaubnis. Auch die nur mündlich ausgesprochenen Einladungen zur Hochzeit gingen dann vom Brautvater aus.
An dieser Langsamkeit werde ich mir jetzt ein Beispiel nehmen!

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