Verlieb dich oft – verlob dich selten – heirate nie! So lautet ein weiser Spruch aus dem Volksmund, der logischerweise meist von Verheirateten zu hören ist. Doch es gibt gewisse Dinge, die muss man schon selber ausprobieren, vor allem, wenn man jung ist. Letztendlich auch, um es sich und allen anderen zu beweisen, dass man es besser macht als die vielen Ehegescheiterten vor ihnen. Und dann können auch solche Behauptungen wie – die Ehe sei eine lebenslange Haft – den Verliebten und Heiratswilligen nicht abschrecken. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Doch um eine richtige Ehe führen zu können, muss man natürlich erst einmal Hochzeit feiern. Erst danach wird man von der Familie des Partners, von den Nachbarn, Kollegen oder im Freundeskreis als Mitspracheberechtigter akzeptiert, wenn es darum geht, über die Ehe Witze zu machen oder über Eheprobleme zu diskutieren. Natürlich sollte der Hauptgrund aber ein anderer sein, nämlich, dass man mit seiner Partnerin oder seinem Partner fest und offiziell, für lange Zeit und in jeder Lebenslage zusammenleben möchte. Viele meinen, es sei überhaupt das Schwierigste an einer Ehe, erst einmal den richtigen Partner zu finden. Doch selbst wenn sich später herausstellt, dass die Partnerwahl doch ein Fehlgriff war, gibt es eine einfache Lösung: die Scheidung.
Also gibt es keinen Grund nicht zu Heiraten. So eine Hochzeit ist sowieso eine Erfahrung, die jeder mindestens einmal in seinem Leben durchmachen sollte. Vor allem bei der ersten Hochzeit ist man noch ganz aufgeregt und macht sich Gedanken, ob Trauringe Platin oder Trauringe Gold sein sollten, ob man auch niemanden auf der Gästeliste vergessen hat und ob man doch lieber für die Hochzeitsdeko Gestaltungsideen vom Profi hätte verwenden sollen. Dabei ist es ganz unwichtig, ob man aus seiner Hochzeit einen großen Zirkus macht oder spontan und heimlich nach Vegas oder Reno reist und sich dort mit einem zufälligen Taxifahrer als Trauzeuge das Ja-Wort gibt.