Blindbild Homepagelink

18. Juli 2013

Lisas große griechische Hochzeit

Kategorie: Allgemein – Angelo – 14:52 Uhr

Meine beste Freundin Lisa heiratete nach fünfundzwanzig Jahren wilder Ehe nun endlich ihren Traummann Rene. Natürlich fragte sie mich, ob ich ihre Trauzeugin sein wollte. Außerdem wurde ich zur offiziellen Hochzeitsplanerin ernannt. Es sollte eine Themenhochzeit sein, die ja gerade durchaus beliebt sind. Meine Freundin Lisa entschied sich für ein griechische Hochzeit: Zu trinken gab es natürlich Ouzo und griechischen Wein. Für das Essen war ein griechisches Catering-Unternehmen beauftragt worden, das reichlich Zaziki und andere Leckereien lieferte.

Nur die Dekoration machte mir Probleme. Ich wusste einfach nicht, wie ich dort einen griechischen Akzent setzten sollte. Wochenlang fragte ich mich, was ich bloß zum Dekorieren verwenden sollte. Immerhin war die Torte ein griechischer Traum, der unter anderem aus Joghurt und Honig bestand. Als der Konditor mir voller Stolz sein Meisterwerk der Tortenkunst präsentierte, brachte er mich auf eine Idee. Er hatte auch ein Hochzeitspärchen entworfen, das er auf der Torte anbringen wollte. Dort war kein einfaches Hochzeitspärchen zu sehen, sondern der griechische Gott Apollo, der sich mit seiner Frau vergnügte.

Derartige Gottheiten wären doch die ideale Dekorationsmöglichkeit für die Hochzeit, dachte ich mir am Abend. Ich fragte einige Künstler an, die zwar einige gute Ideen, aber auch kostenintensive Vorstellungen hatten: So wäre die Hochzeit meiner besten Freundin ein teures Vergnügen geworden. Ich fragte Familienangehörige und Freunde, doch die Summen, die die Künstler verlangten, waren einfach nicht zusammenzubekommen. Ich war kurz davor, vollkommen zu Verzweifeln.

Doch dann brachte mich die Mutter von Lisa auf eine ungewöhnliche Idee. Wir schauten uns gerade Fotos aus Griechenland an: Dort waren klassische Statuen zu sehen, die einen Weg säumten. “Solche Statuen wären genau das richtige für die Hochzeit”, seufzte ich. Da strahlte Lisas Mutter auf einmal: “Das ist doch kein Problem”, erzählte sie mir. Dann berichtete sie mir von ihrer Zeit als Verkäuferin. Damals hatte Lisas Mutter jahrelang im Einzelhandel gearbeitet. Nun schlug sie vor, dass ich doch einfach Schaufenster-Puppen benutzen sollte, um sie zum griechischen Dekorationselement umzufunktionieren.

Ein paar Tage später wurde ich im Internet fündig. Auf der Seite schaufensterpuppen-discount. gab es genau die Puppen, die ich für die Hochzeit benötigte. Es handelte sich um kopflose Schaufenster-Puppen, die an griechische Skulpturen erinnerten. Ich sorgte dafür, dass die Pupen in weiß geliefert wurden. Außerdem kaufte ich etwas Stoff, aus dem ich alte Tunikas fertigte. So entstanden meine eigenen Kunstwerke, die zwar nicht aus dem alten Griechenland stammten, aber doch für das richtige Flair sorgten. Letztendlich wurde Lisas griechische Hochzeit also ein voller Erfolg.

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

XHTML ( Sie können diese Tags verwenden): <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> .